Wenn das Leben der Politik davonrennt: Beispiele MEI und KESB

Noch ist die Masseneinwanderungsinitiative nicht umgesetzt – und schon stellt man fest, dass allzu viele qualifizierte ausländische Arbeitskräfte nur allzu deutlich die Botschaft der Masseneinwanderungsinitiative verstanden haben. Sie kommen nicht mehr in unser Land, oder sie verlassen es wieder. Wer will schon unwillkommen leben, wenn er oder sie Alternativen hat? Wer will seine Familie einer schweizerischen Unwillkommenskultur aussetzen?
 
Und nun dies:
Noch wurde über eine allfällige Kompetenzverminderung oder gar Abschaffung der KESB (Kindes- und Erwachsenenschutz-Behörden) keine parlamentarische Beratung geführt, keine Volksinitiative eingereicht – und schon geraten die KESB in Personalnot:
Link zum Bericht des „Tages-Anzeigers“.
Wer will schon bei einer Behörde arbeiten, von der er oder sie befürchtet, diese Anstellung, wenn sie in seinem CV steht, könnte ihm bei einer späteren Bewerbung eher schaden als nützen? „Aha, Sie haben bei einer KESB gearbeitet? Sie sind auch so einer.“
 
Zur KESB-Debatte ein Kommentar von NZZ-Redaktorin Dorothee Vögeli:
Der vorauseilende Gehorsam der Realität eröffnet destruktive strategische Optionen, über die nachzudenken sich aufdrängt. Wenn sich eine solche Entwicklung abzeichnet, tun entschiedene Reaktionen Not.
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